Rund zehn Monate nach dem Start der 36 neuen Pfarreien haben sich deren Kernteams zu ihrer zweiten gemeinsamen Konferenz in Freiburg getroffen. Vom 20. bis 22. Oktober 2026 tauschten sich die Pfarrer sowie die Leitenden Referentinnen und Referenten mit Erzbischof Stephan Burger, Generalvikar Christoph Neubrand und Mitarbeitenden des Erzbischöflichen Ordinariats über den aktuellen Stand der Kirchenentwicklung 2030 und über die Themen aus, die sie vor Ort beschäftigen.
Nach der Auftaktveranstaltung im März dieses Jahres fand das Treffen erneut im Priesterseminar Collegium Borromaeum statt. Das dreitägige Programm war in bewährter Weise zweigeteilt: Am Dienstag standen die Vertreterinnen und Vertreter der Pfarreien aus dem Süden der Erzdiözese im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden aus dem Norden kamen am Mittwoch zu einem großen gemeinsamen Konferenztag hinzu und bearbeiteten am Donnerstag das Programm vom Eröffnungstag.
Pastorale Standards, Schulpastoral und Synodalität
An den beiden Konferenztagen für die regionalen Gruppen informierte die Hauptabteilung Bildung des Erzbischöflichen Ordinariats über die Bedeutung und aktuelle Entwicklung der Pastoralen Dienste im Religionsunterricht sowie in der Schulpastoral.
Anschließend blickte die Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie mit den Teilnehmenden auf das Fachforum zu diözesanen pastoralen Standards. Diese Veranstaltung fand am 16./17. Oktober 2026 statt und hatte gewissermaßen Pioniercharakter: 250 Haupt- und Ehrenamtliche hatten gemeinsam über ein Grundverständnis für verbindliche, kirchliche Vollzüge diskutiert und dieses weiterentwickelt. Auch die Arbeit des neuen Synodalteams der Erzdiözese Freiburg war Thema der Konferenz. Barbara Winter-Riesterer und Christoph Neubrand gaben Einblicke in dessen Aufgaben und erläuterten die Bedeutung von Synodalität im Kontext der Kirchenentwicklung 2030. Zum Abschluss des Regionalprogramms stellte die Stabsstelle Medienkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ein Kommunikationskonzept für die nächste Phase der Kirchenentwicklung bis 2030 vor.
Den gemeinsamen Konferenztag am Mittwoch eröffnete Erzbischof Stephan Burger. Er dankte allen Beteiligten für ihr enormes Engagement sowie die erzielten Fortschritte und das bisher Erreichte im Prozess der Kirchenentwicklung 2030. Mit Blick auf die zukünftige Weiterentwicklung unterstrich er den Auftrag der Kirche, für die Menschen da zu sein und das Evangelium zu verkünden. Es gehe darum, „weiter verlässlich Kirche zu sein“. Zugleich zeigte sich der Erzbischof zuversichtlich, dass dies gelingen kann und wird.
Nach der gemeinsamen Mittagspause gab Domkapitular Michael Hauser Einblicke in derzeitige Themen und Aufgaben der Hauptabteilung Pastorales Personal. Einen Schwerpunkt bildete die Einführung des Rollenbasierten Arbeitens; dazu gab Theresa Hunnius als zuständige Referatsleiterin Informationen und stellte unter anderem den Zeitplan vor. Im anschließenden Austausch beantworteten beide die Fragen der Teilnehmenden. Die Eucharistiefeier mit Erzbischof Stephan bildete den Abschluss des gemeinsamen Konferenztages.
Die Pfarreien in ihrer Entwicklung begleiten
Die Konferenz der Kernteams knüpft an die bisherige Dekanekonferenz an. Ziel des Formats ist es, die Leitungen der neuen Pfarreien in gemeinsamer Verantwortung zu begleiten und sie bei der Umsetzung der im Prozess Kirchenentwicklung 2030 entwickelten Konzepte zu unterstützen.
(bk)