Die Bildung der neuen 36 Pfarreien zum 1. Januar 2026 rückt näher und damit auch die Neuausrichtung der Pastoral in den neuen Strukturen. Um die pastorale Arbeit in den Pfarreien zu stärken und eine größtmögliche Wirkung zu erzielen, werden ab 2027 diözesanweit Standards für zehn pastorale Themenfelder eingeführt.
Die Entscheidung geht zurück auf eine umfassende Auswertung der Gründungsvereinbarungen aus den künftigen Pfarreien. Auf dieser Basis wurden Themen ausgewählt, zu denen nun Mindeststandards entwickelt werden. Erzbischof Stephan Burger hat dieser Auswahl zugestimmt. Daher wurde ein Prozess zur Entwicklung und Messbarkeit von Mindeststandards - unter ausdrücklicher Beteiligung der Pfarreiebene - für die nachfolgenden Themen angestoßen:
- Liturgie
- Katechetische Prozesse
- Diakonische Pastoral
- Tod und Trauer
- Krankheit und Krankensalbung
- Seelsorgliche und geistliche Begleitung
- Ökumene
- Ehrenamt und Engagementförderung
- Pastorale Begleitung von Kindertageseinrichtungen
- Jugendarbeit und Jugendseelsorge
Die Standards beschreiben dabei nicht, was konkret vor Ort getan werden muss – das haben die künftigen Pfarreien in den Gründungsvereinbarungen im Rahmen ihrer pastoralen Grundaufgaben bereits definiert. Sie beschreiben vielmehr, wie diese Aufgaben umgesetzt werden können, um eine größtmögliche Wirksamkeit zu entfalten. Die Standards sollen vor allem eine Transparenz und Erleichterung der pastoralen Arbeit erwirken.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Im Frühjahr 2025 wurden Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen Fachbereiche des Erzbischöflichen Ordinariats gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus den Pfarreien an den Standards für die jeweiligen Themen arbeiten. Bis Februar 2026 entsteht so ein erstes Entwurfspapier, das im Anschluss mit der Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie abgestimmt und weiterentwickelt wird. Diese zum 1. Juli 2025 gegründete neue Organisationseinheit der Erzbischöflichen Ordinariats steuert und koordiniert den Gesamtprozess.
Alle Beteiligten werden im Oktober 2026 zu einem großen Fachforum zusammenkommen: Pfarreivertretungen, Fachreferentinnen und Fachreferenten, Kurienkonferenz, Diözesanpastoralrat und Bistumsleitung. Gemeinsam werden sie die erarbeiteten Standards sichten sowie bewerten und zur abschließenden Beratung an den Diözesanpastoralrat übergeben. Anfang 2027 wird Erzbischof Stephan Burger die Standards dann zur Umsetzung in den Pfarreien freigeben.
Fazit: Die pastoralen Standards sind als Ausdruck eines gemeinsamen Qualitätsverständnisses der Erzdiözese und ihrer Pfarreien zu verstehen, damit die Wirksamkeit pastoraler Arbeit erhöht und eine lebendige und vielfältige Pastoral gefördert wird.
